Uni-Projekt · Alter & Diversity · Bochumer Programm

„Hömma, leg nich
die Beine hoch!"

Der Präventionskoffer — unsere Umsetzung im Seniorentreff
SHDO Nordstadt, Dortmund

5 Bausteine Dortmund Nordstadt Zielgruppe: Senior:innen
Projektgruppe: André Schwitalla · Aylon Sarapcioglu · Christoph Ruppel — 4. Semester / SoSe 2026
Einleitung

Ein Werkzeugkasten für ein
aktives Leben im Alter

Einfach, alltagstauglich, direkt umsetzbar — übergeben an Senior:innen, Angehörige oder Einrichtungen.

Selbstständigkeit erhalten

Wer aktiv bleibt, behält die Kontrolle über den eigenen Alltag — kleine Routinen stärken Unabhängigkeit und Selbstvertrauen.

Pflegebedarf vorbeugen

Regelmäßige Aktivität beugt körperlichem und geistigem Abbau vor — Pflegebedarf bleibt länger gering.

Lebensqualität steigern

Aktive Menschen fühlen sich besser, haben mehr Energie und erleben ihren Alltag positiver.

Einleitung

Die fünf Bausteine des Koffers

Ernährung

Kochbuch — Fundament für Vitalität

Bewegung

Alltags-Bewegungsprogramm

Soziale Kontakte

Kalender & Gruppen — Gemeinschaft stärkt

Alltag

Struktur gibt Halt und Orientierung

Wohnen

Sturzprävention — Zuhause schützt

Ausgabe → Einführung → Anwendung: kurze Erklärung der Bausteine, dann praktischer Einsatz im täglichen Leben.
Der Weg zur Einrichtung

Wie wir gestartet sind

01

Anfangspräsentation

Vorstellung des Konzepts bei potenziellen Einrichtungen

02

Fragebogen

Strukturierte Interessens­abfrage im Anschluss

03

4 Einrichtungen interessiert

Davon kamen 3 infrage

04

Teams aufgeteilt

Jedes Team übernahm eine Einrichtung

Unsere Einrichtung

SHDO Nordstadt,
Dortmund

Zielgruppe: Senior:innen · Treffpunkt mit Außenbereich in direkter Straßenlage

Hospitation vor dem Start

  • Einrichtung besichtigt und das Umfeld kennengelernt
  • Mit Teilnehmenden gesprochen
  • Kennenlerngespräch mit Einrichtungsleiter Herrn Bittner
Unsere Empfehlung: Die Hospitation war essenziell — wer Einrichtung, Umfeld und Menschen vorher kennt, startet mit Vertrauen statt bei null.
Unsere Hospitation vor Ort
Unser Team beim Hospitations-Besuch im Gemeinschaftsraum des SHDO Nordstadt Heller Gruppenraum mit Küche im SHDO Nordstadt
Engagierte Seniorin in türkiser Bluse motiviert eine Gruppe im Gemeinschaftsraum
Erfolgsstrategie: Eine interne Vertrauensperson aus der Gruppe selbst öffnet Türen, die von außen verschlossen bleiben.
Erfolgsstrategie

Die Schlüsselperson

Die Mutter von Herrn Bittner wurde unsere interne Ansprechpartnerin — selbst Teil der Zielgruppe, gleiche Altersstruktur.

  • Übernahm die Organisation vor Ort
  • Half beim Animieren und Motivieren der Gruppe
  • Genoss das Vertrauen der Teilnehmenden
Umsetzung

Was wir umgesetzt haben

Senior:innen bei einer Sitz-Bewegungseinheit im sonnigen Park
Umgesetzt

Sitz-Bewegungseinheit

Draußen im Park — angepasst an die Möglichkeiten der Gruppe.

Hand einer Seniorin trägt einen Termin in den Gemeinschaftskalender ein
Umgesetzt

Gemeinschaftskalender

In der Einrichtung aufgehängt — Termine und Aktivitäten für alle sichtbar.

In Planung

Notizbüchlein

Persönliches Büchlein für Notizen, Termine und kleine Erfolge — der nächste Baustein.

Über die Einrichtung hinaus

Hafenfest Dortmund · 11. Juli 2026

Unser Team am Dortmunder Hafen
Unser Team beim Hafenfest Dortmund vor der Hüpfburg

Gemeinsamer Stand

Geplant zusammen mit Einrichtung und Teilnehmenden.

Kaffee & Kuchen

Gutscheine als Einladung zum Mittwochstreff — niedrigschwellig und persönlich.

Community-Wirkung

Neue Teilnehmende gewinnen, Prävention im Stadtteil sichtbar machen.

Reflexion

Was gut lief

  • Die Teilnehmenden wurden von Termin zu Termin aufgeschlossener
  • Der Außenbereich an der Straße war anfangs eine Barriere — am Ende kein Thema mehr
  • Das Projekt lief durchweg positiv — die Menschen waren sehr offen
Eine sichtbare Verhaltensänderung: Aus anfänglicher Unsicherheit im Außenbereich wurde Selbstverständlichkeit — genau das ist das Ziel des Präventionskoffers.
Draußen angekommen
Teilnehmende sitzen in der Sonne im Garten des SHDO Nordstadt
Reflexion

Herausforderungen &
Grenzen des Settings

Ernährung

Nicht beeinflussbar — die Verpflegung ist fremdbestimmt durch die Einrichtung. Kein Hebel in diesem Setting.

Mobilität & Außenbereich

Direkte Straßenlage verunsicherte beim selbstständigen Rausgehen — dazu körperliche Einschränkungen einzelner.

Digitale Kompetenz

Smartphones wurden kaum genutzt — der physische Kalender war deshalb die richtige Lösung.

Grenzen erkennen und Lösungen ans Setting anpassen — analog statt digital, wenn es die Zielgruppe braucht.
Ausblick

Nächste Schritte

  • Neue Einrichtung am Zehnthof: Pflegeeinrichtung für junge Menschen hat Interesse gemeldet — Start nach Renovierung in ca. 3 Monaten
  • Hochschule Bochum: Kooperation angestrebt — wissenschaftliche Begleitung und Verstetigung
  • Multiplikation: Der Ansatz wirkt und lässt sich übertragen — auf neue Zielgruppen und Einrichtungen
Einrichtung am Zehnthof
Lichtdurchfluteter Gemeinschaftssaal der Einrichtung am Zehnthof mit großer Glasfassade Gemeinschaftsraum mit Bibliothek in der Einrichtung am Zehnthof

„Hömma… bleib aktiv."

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit — Fragen & Austausch gern jetzt.

Präventionskoffer SHDO Nordstadt Dortmund
Präventionskoffer · SHDO Nordstadt