Der Präventionskoffer — unsere Umsetzung im Seniorentreff
SHDO Nordstadt, Dortmund
Idee, Team und Evidenz — gemeinsam entwickelt von der gesamten Projektgruppe, bevor sich die zwei Einrichtungs-Teams gebildet haben.
Im Wintersemester 2025/26 — Modul „Alter und Diversity" bei Prof.in Dr.in Tanja Segmüller — stand nicht die Pflegestatistik im Mittelpunkt, sondern eine andere Frage:
Prävention heißt für uns: funktionelle Fähigkeiten erhalten und Pflegebedürftigkeit hinauszögern — nicht nur Krankheiten vermeiden.
zusätzliche Pflegekräfte werden bis 2049 in Deutschland mindestens benötigt — der demografische Wandel macht Prävention zur gesellschaftlichen Aufgabe.
Statistisches Bundesamt (Destatis), PflegekräftevorausberechnungDen wissenschaftlichen Unterbau haben wir im 5er-Team entwickelt — bevor wir uns in zwei Einrichtungs-Teams aufgeteilt haben.
Die Lebensphase zwischen Arbeit und Ruhestand (ca. 55–70) ist ein präventives Zeitfenster: Gewohnheiten lassen sich noch verändern, Muskelmasse erhalten, Gesundheitskompetenz stärken — hier werden die Weichen fürs Alter gestellt.
Mind. 150 min moderate Aktivität + 2 Krafttage pro Woche — die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining wirkt nachweislich am effektivsten.
1–1,2 g Protein/kg Körpergewicht gegen altersbedingten Muskelabbau (Sarkopenie) — Krafttraining + Protein verbessert Muskelkraft messbar.
Aktivierung gelingt alltagsnah und in Gemeinschaft — nicht als isolierter Sportkurs. Gemeinsames Essen und Gruppen stärken Körper und Psyche.
Einfach, alltagstauglich, direkt umsetzbar — übergeben an Senior:innen, Angehörige oder Einrichtungen.
Wer aktiv bleibt, behält die Kontrolle über den eigenen Alltag — kleine Routinen stärken Unabhängigkeit und Selbstvertrauen.
Regelmäßige Aktivität beugt körperlichem und geistigem Abbau vor — Pflegebedarf bleibt länger gering.
Aktive Menschen fühlen sich besser, haben mehr Energie und erleben ihren Alltag positiver.
Kochbuch — Fundament für Vitalität
Alltags-Bewegungsprogramm
Kalender & Gruppen — Gemeinschaft stärkt
Struktur gibt Halt und Orientierung
Sturzprävention — Zuhause schützt
Vorstellung des Konzepts bei potenziellen Einrichtungen
Strukturierte Interessensabfrage im Anschluss
Davon kamen 3 infrage
Jedes Team übernahm eine Einrichtung
Vom Konzept in die Praxis: Hospitation, Umsetzung, Hafenfest und was wir dabei gelernt haben — André · Aylon · Christoph.
Zielgruppe: Senior:innen · Treffpunkt mit Außenbereich in direkter Straßenlage
Die Mutter von Herrn Bittner wurde unsere interne Ansprechpartnerin — selbst Teil der Zielgruppe, gleiche Altersstruktur.
Draußen im Park — angepasst an die Möglichkeiten der Gruppe.
In der Einrichtung aufgehängt — Termine und Aktivitäten für alle sichtbar.
Persönliches Büchlein für Notizen, Termine und kleine Erfolge — der nächste Baustein.
Geplant zusammen mit Einrichtung und Teilnehmenden.
Gutscheine als Einladung zum Mittwochstreff — niedrigschwellig und persönlich.
Neue Teilnehmende gewinnen, Prävention im Stadtteil sichtbar machen.
Nicht beeinflussbar — die Verpflegung ist fremdbestimmt durch die Einrichtung.
Straßenlage verunsicherte beim Rausgehen — dazu körperliche Einschränkungen einzelner.
Smartphones kaum genutzt — der physische Kalender war die richtige Lösung.
Ein Termin fiel wegen extremer Hitze aus (Anfang Juli) — kommende Termine planen wir lieber draußen.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit — Fragen & Austausch gern jetzt.
